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Inhaltsverzeichnis

Schlagwörter für „ausgedacht“
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Stand: 22. Juli 2026

Diese Datei enthält das kontrollierte Schlagwort-Vokabular für die Texte auf thoes-koessel.de. Die Begriffe wurden aus dem gegenwärtig öffentlich erreichbaren Textbestand redaktionell abgeleitet. Sie sind keine bloße Wortstatistik, sondern sollen Leserinnen und Lesern sinnvolle Querverbindungen zwischen Texten eröffnen.

Regeln für die Verwendung
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  • Pro Text gewöhnlich zwei bis fünf Schlagwörter.
  • Nur die hier festgelegte Schreibweise verwenden.
  • Ein Schlagwort bezeichnet einen inhaltlich wichtigen Gegenstand des Textes, nicht jedes darin erwähnte Thema.
  • Neue Schlagwörter möglichst nur anlegen, wenn sie voraussichtlich mehr als einen Text erschließen.
  • Sehr allgemeine Wörter wie „Philosophie“, „Politik“, „Gesellschaft“, „Gedanken“ oder „Leben“ nicht verwenden.
  • Personennamen nur verwenden, wenn die betreffende Person für den Gedankengang des Textes zentral ist.
  • Hauptthemen und Textlängen nicht als Schlagwörter behandeln. Sie gehören in Kategorien oder eigene Übersichtsseiten.
  • Nach ungefähr zehn neuen Texten die Liste überprüfen und ähnliche Begriffe zusammenführen.

Freigegebene Sachschlagwörter
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A
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  • Affekte – Gefühle als soziale oder politische Triebkräfte
  • Allokation – Verteilung knapper Mittel und Aufmerksamkeit
  • Anthropologie – Aussagen über Grundbedingungen des Menschseins
  • Argumentation – Begründen, Prüfen und Widerlegen von Aussagen
  • Autoritarismus – Unterordnung, Aggression, Hierarchie und Stärkeorientierung
  • Autonomie – Selbstbestimmung und moralische Selbstbindung

B
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  • Blinde Flecken – notwendige oder unbemerkte Grenzen der eigenen Sicht
  • Bürokratie – Verwaltung, Verfahren und institutionelle Überformung

D
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  • Demokratie – demokratische Ordnung, Beteiligung und Selbstregierung
  • Demokratische Erosion – schrittweiser Abbau demokratischer Institutionen und Normen
  • Dilettantismus – ernsthaftes Denken und Schreiben außerhalb fachlicher Berufsausübung
  • Digital Garden – fortlaufendes, veränderbares Veröffentlichen von Texten
  • Diskurs – öffentliche oder persönliche Verständigung durch Gründe
  • Diskursabwehr – Abwehr sachlicher Auseinandersetzung durch Status, Moral oder Personalisierung
  • Diskurssimulation – äußerlich diskursive Kommunikation ohne wirkliche Prüfung von Gründen

E
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  • Eigentum – Besitz, Verfügung und Verantwortung
  • Einwand – sachlicher Widerspruch gegen These, Begriff oder Begründung
  • Erkenntnis – Möglichkeiten und Grenzen begründeten Wissens
  • Essay – essayistisches Denken und Schreiben
  • Ethik – begründete Reflexion über gutes und richtiges Handeln
  • Evolution – biologische Entwicklung und ihre Bedeutung für das Menschenbild

F
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  • Faschismus – historische und gegenwärtige faschistische Strukturen
  • Fehlbarkeit – prinzipielle Möglichkeit des Irrtums
  • Fortschritt – technische, soziale oder moralische Entwicklung
  • Framing – sprachliche Rahmung von Wahrnehmung und Urteil
  • Freiheit – Handlungsspielraum, Selbstbestimmung und deren Grenzen

G
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  • Glaube – religiöse oder nicht hinreichend begründete Überzeugung
  • Gleichheit – moralische, politische oder soziale Gleichheit
  • Gerechtigkeit – gerechte Ordnung, Verteilung und Behandlung
  • Gedankenlosigkeit – Aussetzen eigener Urteilskraft und Verantwortungsprüfung

H
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  • Heimat – Zugehörigkeit, Verantwortung und Weitergabe
  • Herrschaft – dauerhafte soziale oder politische Machtverhältnisse
  • Hybris – Selbstüberschätzung und entgrenzte Macht

I
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  • Identität – Selbstverständnis und Bindung von Überzeugungen an die eigene Person
  • Immunisierung – Abschirmung einer Auffassung gegen Wirklichkeit und Einwand
  • Institutionen – Regeln und Apparate, die Handeln ermöglichen oder verzerren
  • Intellektuelle Redlichkeit – Wille zu Klarheit, Konsistenz und prüfbaren Gründen
  • Irrtum – falsches Urteil und Möglichkeiten seiner Korrektur

K
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  • Kapitalanlage – Investieren, Rendite und moralische Verantwortung
  • Kapitalismus – kapitalistische Wirtschaftsordnung und ihre Dynamiken
  • KI – künstliche Intelligenz und ihre gesellschaftlichen oder erkenntnispraktischen Folgen
  • Kommunikation – Verständigung, Missverständnis und sprachliches Handeln
  • Komplexität – Vielschichtigkeit von Ursachen, Folgen und Systemen
  • Konflikt – widerstreitende Interessen, Werte oder Deutungen
  • Kritik – prüfende Unterscheidung, Einordnung und Gegenrede

L
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  • Lebensführung – persönliche Orientierung und Gestaltung des eigenen Lebens
  • Lernen – individuelle und institutionelle Korrektur durch Erfahrung
  • Literatur – literarische Texte, Formen und Deutungsverfahren

M
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  • Macht – Fähigkeit, Verhalten und Verhältnisse zu bestimmen
  • Marktwirtschaft – Märkte, Wettbewerb und ihre politische Einbettung
  • Mediokrität – moralische und institutionelle Entlastung durch Herabsetzung von Ansprüchen
  • Menschenbild – Annahmen darüber, was Menschen sind und vermögen
  • Moral – Regeln und Haltungen des guten Zusammenlebens
  • Moralismus – moralische Überhöhung, Selbstbestätigung oder Verurteilung
  • Motiviertes Denken – durch Wünsche, Zugehörigkeit oder Status gelenktes Urteilen

N
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  • Nichtwissen – bewusstes oder unvermeidliches Fehlen von Wissen
  • Normen – verbindliche Maßstäbe des Handelns und Urteilens

O
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  • Öffentlichkeit – gemeinsamer politischer und medialer Raum
  • Ordnungspolitik – institutionelle Begrenzung wirtschaftlicher und politischer Macht

P
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  • Perspektive – standortgebundene Art des Wahrnehmens und Urteilens
  • Phantombesitz – fortwirkender Verfügungsanspruch ohne legitimen Gegenstand
  • Polarisierung – affektive und politische Lagerbildung
  • Populismus – vereinfachende Gegenüberstellung von Volk und Gegnern

R
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  • Rationalität – folgerichtiges, begründetes und wirklichkeitsbezogenes Denken
  • Rechthaberei – Vorrang des Siegens vor gemeinsamer Wahrheits- und Lösungssuche
  • Religion – religiöse Deutung, Institution und Praxis

S
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  • Schreiben – Schreiben als Gestaltung und Erkenntnisprozess
  • Selbstkorrektur – begründete Änderung des eigenen Urteils
  • Selbstsubversion – produktive Prüfung und Einschränkung eigener früherer Auffassungen
  • Selbsttäuschung – Verzerrung der eigenen Wahrnehmung und Motive
  • Sprache – Sprache als Medium von Wirklichkeit, Macht und Verständigung
  • Status – soziale Rangordnung, Anerkennung und Statusbedrohung
  • Sündenbockmechanismus – Verschiebung von Schuld auf Schwächere oder Außengruppen
  • Systemdenken – Betrachtung von Wechselwirkungen und Rückkopplungen

T
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  • Technik – technische Entwicklung und ihre gesellschaftlichen Folgen
  • Textanalyse – methodische Untersuchung literarischer und argumentativer Texte
  • Theodizee – Verhältnis von Gott, Freiheit und Übel
  • Tugend – eingeübte Haltung guten Urteilens und Handelns

U
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  • Ungleichheit – soziale, wirtschaftliche und politische Ungleichheit
  • Unsicherheit – Entscheiden und Urteilen ohne vollständiges Wissen
  • Urteilen – Abwägen und begründetes Stellungnehmen

V
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  • Verantwortung – Zurechnung von Handlungen, Folgen und Unterlassungen
  • Vernunft – begründungsfähige Orientierung des Denkens und Handelns

W
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  • Wahrheit – Anspruch auf sachliche Richtigkeit
  • Wachstum – wirtschaftliches Wachstum, Wachstumszwang und Grenzen
  • Wirklichkeit – gemeinsame, von Wünschen unabhängige Verhältnisse
  • Wissenschaft – methodisch kontrollierte Gewinnung und Prüfung von Wissen

Z
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  • Zivilisation – kulturelle und institutionelle Ordnung menschlichen Zusammenlebens
  • Zustimmung – bejahende Anerkennung moralischer oder politischer Regeln
  • Zukunft – langfristige Folgen, Möglichkeiten und Gefährdungen

Freigegebene Personenschlagwörter
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Personenschlagwörter nur setzen, wenn das Denken oder Werk der Person im jeweiligen Text tatsächlich eine tragende Rolle spielt.

  • Adorno
  • Arendt
  • Benjamin
  • Hirschman
  • Kant
  • Kluge
  • Leibniz
  • Luhmann
  • Montaigne
  • Musil
  • Popper
  • von Redecker
  • Robert Walser
  • Sokrates
  • Tugendhat
  • Wohlrapp

Verbindliche Zusammenführungen
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Nicht zusätzlich verwenden Verbindliches Schlagwort
Artificial Intelligence, Künstliche Intelligenz KI
Autoritäre Persönlichkeit, autoritärer Charakter Autoritarismus
Bestätigungsfehler, Confirmation Bias Motiviertes Denken
Debattenkultur, Gesprächskultur Diskurs
Demokratiekrise, Krise der Demokratie Demokratische Erosion
Diskussionsverweigerung, Diskursverweigerung Diskursabwehr
Erkenntnistheorie Erkenntnis
Essayismus, essayistisches Schreiben Essay
Geldanlage, Investieren, moralische Geldanlage Kapitalanlage
Gesellschaftliche Spaltung, Lagerbildung Polarisierung
Intellektuelle Aufrichtigkeit Intellektuelle Redlichkeit
Kognitive Verzerrung Selbsttäuschung oder Motiviertes Denken – je nach Zusammenhang
Künstliche Intelligenz als Gegenleserin KI
Moralische Empörung Moralismus oder Affekte – je nach Zusammenhang
Realität, Realitätssinn Wirklichkeit
Selbstbefragung Selbstkorrektur oder Selbstsubversion – je nach Zusammenhang
Wirtschaftswachstum, Wachstumszwang Wachstum
Zivilisationskrise Zivilisation

Nicht als Schlagwörter verwenden
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Diese Begriffe sind zu allgemein, bezeichnen nur eine Textform oder gehören in andere Ordnungsebenen:

  • Artikel
  • Gesellschaft
  • Gedanke
  • Gedankensplitter
  • Handreichung
  • Kurz
  • Lang
  • Leben
  • Mittellang
  • Meinung
  • Philosophie
  • Politik
  • Text
  • Thema

Prüffrage für neue Schlagwörter
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Vor dem Anlegen eines neuen Schlagworts:

Hilft dieser Begriff einem Leser, mehrere inhaltlich zusammengehörige Texte zu finden, die er über die Hauptthemen allein nicht zuverlässig entdecken würde?

Falls nein, genügt meist ein vorhandenes allgemeineres Schlagwort.