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Die Rolle der Erotik in der Dichtung Robert Walsers

··2820 Wörter·14 min
Inhaltsverzeichnis

1. Robert Walser – ein Geheimnis
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„Liebe ist ein zu schönes Wort, als daß ich’s leichtsinnig in den Mund nähme; ich möchte, was es bedeutet, lieber nur empfinden, …“1 – Könnte ich diesen Walser nur einmal beim Wort nehmen! Ich stellte schnell die Schreibmaschine beiseite und empfände still mit ihm … Aber pausenlos schwätzt er von diesem und jenem, von Ballonfahrten, Schlachten, Spaziergängen, Affen, Schneeglöckchen und immerzu von der Liebe. Er findet alles mögliche entzückend, süß, still oder himmlisch. Unter seinen Blicken verwandeln sich die unscheinbarsten, die langweiligsten und alltäglichsten Dinge zu einem Geheimnis, das man gemeinhin „Prosa“ zu nennen sich angewöhnt hat.

Bei Walser scheint jeder Satz nur den Sinn zu haben, den vorhergehenden vergessen zu machen. Er schwätzt und schwätzt und schwätzt. Das Ergebnis ist Poesie. „Nur wenige merkten, daß kaum jemand sonst so nahe am Selbstverständlichen war wie Robert Walser und damit der ,Wahrheit’, was immer das auch sei, am nächsten.“2 Aber er verkündet keine Wahrheit. Irgendetwas, ich nenne es Liebe, zwingt ihn, ständig das Gleiche anders zu sagen, sich scheinbar zu widersprechen, wo er lediglich wieder einmal die Blickrichtung gewechselt hat. Seine Sprache ist denkbar einfach und klar, und seine Exegeten und Interpreten sehen die „Schwierigkeit“3 in dem, was Walser verschweigt, und das, was Walser verschweigt, ist das wahre Geheimnis Walsers.

Nach Platon ist Eros ein Kind des Überflusses und des Mangels und ein Mittler zwischen Himmel und Erde.4 Walser variiert: „Leben ist ein Verschwenden, Kunst ein Sparen. Es gibt für mich keine gehässigeren Gegensätze.“5 Und es lebt in der Tat ein gefährdeter Eros in Walsers Dichtung. Dennoch: klammert er sich nicht an Wörter und Bilder, sondern dieser Eros fliegt gleichsam von einem i-Tüpfelchen zum anderen, fliegt in der Luft: man spürt ihn und weiß, daß er da ist, aber will man ihn dingfest machen, steht man hilflos vor einem schillernden Etwas. Walsers Prosa ist ein zartes Spiel mit Wörtern, das uns empfinden macht; mehr nicht. Und nicht weniger.

2. „Die Innigkeit ist die Kraft, die uns selbst wie aus dem Sarg heraushebt.“
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Robert Walser macht es den deutelnden Experten nicht einfach. So trotzig wie überlegt verweigert er sich eindeutiger oder auch nur sättigender, befriedigender Auslegung. Deshalb meint ein Urs Widmer – dessen vorsichtigen und dennoch präzisen Überlegungen ich sehr schätze und dem ich die meisten Anregungen zu Walser verdanke – in seinem Nachwort: „Ich glaube, Robert Walser ist am ehesten über die ganz einfachen Gefühle zu erreichen!“6 Das gilt in gleichem Maße für Leben und Werk; beide sind nicht streng voneinander zu trennen.7 Er lebte für sein Dichten, und er dichtete um sein Leben. In beidem macht er keine Zugeständnisse und er erweist sich als fast unheimlich konsequent.

Robert Walser will lieben und nichts als das. Denn „die Innigkeit ist die Kraft, die uns aus uns selbst wie aus dem Sarg heraushebt. Ohne Fühlen ersticken wir an uns, wir können sagen, was wir wollen. () Ich muß an die Luft hinaus, damit ich mich kühle und mich etwas oberflächlicher fühle, sonst zergehe ich. Wie bin ich im Meer der Erregtheit arm. Doch bin ich froh, denke, daß nur der Arme fähig sei, vom engen Selbst geringschätzig wegzugehen, um sich an was Besseres zu verlieren, an das Schwebende, das uns selig macht, an die Bewegung, die nicht stockt, an ein Hohes, das immer wächst, an das schwingende Allgemeine, an das nie erlöschende Gemeinsame, das uns trägt, bis es uns in Frieden begraben mag.“8

Robert Walser konnte – natürlich – seine sehnsüchtigen Utopien, die das ganz andere wollen, die dahin zielen, „alles zu können“,9 nicht gegen die Realität durchsetzen. Auch interessierten seine Träume kaum jemanden, niemand konnte oder wollte sich mit ihnen identifizieren. Und Walser interessierte es wiederum nicht, ob ihn andere verstünden, d. h. er hatte einsehen müssen, wie sehr er neben dem Üblichen und Normalen lag. Seine Dichtung bleibt letztendlich persönlich. In ihr drückt sich die Wollust dessen aus, der erzählend erst liebt, der sich selbst der aufmerksamste Zuhörer ist und sich selber die Abenteuer der Liebe ausführlich berichtet, um sich so größere Lust zu verschaffen, als es wirkliche Liebkosungen vermöchten. Er übersteigt einfach die Wirklichkeit. „Heftiger, wilder, fordernder, absoluter als bei anderen lebte in ihm die Erinnerung an die Kinderwünsche, die das große gewaltige ganze Glück wollen. Kein Wunder, daß die Reibungen mit der Wirklichkeit heftig waren, kein Wunder, daß Walser betroffener als andere auf die Manifestationen der Realität reagierte, kein Wunder auch, daß er eigentlich immer mit Flucht und Abwehr, kaum je mit aktiver Auseinandersetzung reagierte.“10

In seine süßen und zarten Träume, seine Lust und seinen Genuß, schlichen sich Traurigkeit und Verzweiflung ein und durchtränkten als Schamhaftigkeit sein Leben und sein Schreiben. Walser, der so gerne alles nur zum Spaß und zur Freude gesungen hätte, mußte der Realität den Tribut entrichten. Statt hemmungslos zu jubilieren, senkte er verschämt den Blick.

2.1. Ein Versuch, die (Walser’sche) Liebe zu charakterisieren
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Aber Walser steckte nicht vorschnell auf; er träumte sich ein halbes Leben lang weiter. Er verleugnete nicht seine Sehnsüchte und Talente, die auf eines hinausliefen: zu lieben. Zu diesem Zweck handelte er, als wäre er Herr über das Leben, tat er so, als lebte er. Kühn verschmolz er in seiner Dichtung Leben, Liebe und Träume. Und ist nicht gerade das erotisch, daß er unverdrossen und unbedingt an seinen Träumen festhält und mit ihnen über die Wirklichkeit zu triumphieren nicht abläßt? Er ist der Mensch, der alles vermag.

Walser versetzt sich in einen ständigen Rausch, ständig schwebt er in der Gefahr, endgültig keinen Fuß mehr auf den Boden zu kriegen, und er ignoriert sie. Nichts ist unerotischer als Gleichgültigkeit. Walser will teilnehmen, will es endlos tun und er will die ewige Unbefriedigtheit – das Kennzeichen der Liebe, des Eros. Erotisch ist allein, sich zu verschwenden, sich zu zerstören, sich fortzugeben – aber so, daß es kein Ende nimmt.

So gesehen ist nichts „unnatürlicher“ als die Liebe. Und nichts menschlicher. Die Natur sucht die Befriedigung, fordert die Ejakulation. Erotisch ist aber nicht die Ejakulation, sondern die Erektion, erotisch ist der Genuß, nicht die Befriedigung, erotisch sind die rieselnden Schauer und nicht der Orgasmus, sofern er nur den Schlußpunkt setzt. Die Liebe ist ihrem Wesen gemäß immer dabei, dem Geliebten Dasein zu geben, sie ist ein unaufhörliches Schaffen, und der Mensch, der liebt, ist ewiger Lebensspender, Schöpfer und Bewahrer des Geliebten, Liebe bejaht aktiv und immerfort das Geliebte.

Was aber drängt, was befähigt uns zu dieser „unnatürlichen“ Liebe? Eros ist die Begierde, im Schönen zu zeugen, sagt Platon, und Walser: „Liebe ist das alleinige Schöne und die alleinige Macht. Was ich liebe, ist nie unschön. Aber Schönheit, die nicht geliebt wird, glänzt lediglich nach außen.“11 Die Schönheit also ist Ausgang und Ziel dieses Strebens. Und sie erwartet uns nicht im vollendeten Werk. Wir müssen sie erschaffen von einem Augenblick zum nächsten. Sie besitzt das Drängende der Herausforderung und das Endlose der Anstrengung. Aber noch etwas anderes bedeuten diese Sätze: jeder Mensch muß allein die Geheimnisse der Liebe und der Schönheit entdecken. Wer die Tore zum Reich der Erotik nicht in seiner Einsamkeit zu öffnen vermag, dem werden sie für immer verschlossen bleiben.

Beiden Bedingungen, dem unnachgiebigen Bemühen und der Einsamkeit, unterwarf sich Walser rückhaltslos. Im Schreiben seines unendlichen Buches erfüllte sich seine Liebe, und er wußte, daß er nicht stocken durfte. „Wer nicht liebt, hat kein Dasein, ist nicht da, ist gestorben. Wer Lust zu lieben hat, steht von den Toten auf, und nur wer liebt, ist lebendig.“12 Also blieb er auf dem eingeschlagenen Weg und wanderte unermüdlich zur Welt hinüber, seiner Geliebten, hörte nicht auf, die ersehnte vergebliche Vereinigung mit ihr zu ertrotzen, ließ nicht ab, sie zu bejahen.

Doch „sosehr Robert Walser fast fiebernd daran festhielt, ein Dichter zu sein, und nur das, sosehr war das Dichten gerade das, was er auf keinen Fall wollte.“13 Denn das Dichten war immer auch das Zeugnis seiner Realitätsuntauglichkeit. Jedoch gab es für ihn keine Alternative, und das ist tragisch. „Immer mehr mußte er erkennen, daß er seinen in der Maske des Idyllikers geführten Titanenkampf – er mit seinen Phantasien gegen eine gutorganisierte Realität – verlieren mußte.“14

2.2. … eine Übung des Geistes ist
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Er existierte, aber wie ein Fremdkörper. Unangepaßt, zur Anpassung unfähig und unwillig, lebte er am Rande der Gesellschaft. Je älter er aber wurde, um so beklemmender empfand er seine Isolation, die ja im Grunde wohl nicht so freiwillig gewählt war, wie er uns das immer wieder glauben machen möchte. Dennoch, für diese Liebe, die er „entsetzlich groß“15 nennt, die nicht ein Übermaß an Lust, sondern die Lust am Übermaß, keine Zügellosigkeit, sondern eine Ordnung ist, und die – das Unbegreifliche – so gar keine Regung der Sinne, sondern eine Übung des Geistes ist, für diese Liebe opferte er, was anderen „normalen“ Menschen erstrebenswert scheint: Sicherheit, Macht, Ansehen, auch Geborgenheit und Zärtlichkeit …

Immer wieder preist Walser seine Unabhängigkeit und Bedürfnislosigkeit, weil sie ihm die Möglichkeit des Liebens erhalten. Aber was er mit aller Fröhlichkeit und Leichtsinnigkeit nicht überspielen kann: er und die übrige Welt können nicht zusammenkommen. „Irre ich in der Behauptung,“ ruft Albin Zollinger in seinem Essay über Walsers Roman „Der Gehülfe“, „daß in seinen Büchern, die doch des Eros über alle Zeilen voll sind, auch nicht ein Fall von Liebesgenuß auftritt? Wie käme er in seinem sublimeren, kosmischen Liebesgenie dazu, das Begehrenswerte in der Weise tätlich anzufallen! () Er ist für mich ein ganz großer Dichter, nicht weil er sänge, sondern weil sein Herz die Welt tatsächlich umfängt, weil er nicht an die Dinge heran-, sondern weil er aus ihnen heraus tritt, weil er die Erscheinungen in ihrer Gegensätzlichkeit auf seiner Liebe trägt. Er ist von Reife süß und still.“16 Aber, rufe ich und gebe zu bedenken, muß der liebende Mensch nicht zumindest versuchen, die Seele mit dem Leib zu verschmelzen, den Körper dem Geist Sinnbild werden zu lassen? Ist das nicht die große Aufgabe und wäre das nicht wahrhaft erotisch? Erst dann erhält die Schönheit ihre letzte Weihe. Und es ist in der Tat auch Walsers ursprüngliches Bedürfnis; nur wenn er darüber redet, dann wie über längst Vergangenes und Unwiederbringliches: „Ich hatte ein Bedürfnis darnach, zärtlich behandelt zu werden, und es geschah nie.“17

3. Liebe als Dienst
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„Ich würde Liebe nicht ertragen können, denn ich kann Liebe ertragen. Den darf man nicht lieben, der lieben will, sonst würde man ihn nur stören in seiner Andacht.“18

Es drängt sich mir die Vermutung auf, daß er den Spieß einfach umgedreht hat; er wurde nicht geliebt, also „entschloß“ er sich, selbst zu lieben. Ich assoziiere mit „Andacht“ die Reihe „Beten, Gott, Demut und Reue“. Und ich glaube bei Walser alle diese Elemente wiederzufinden, unter anderem Namen: lieben, Liebe, Dienst und Scham. Immerzu liebend dient er der Liebe und gleichzeitig schämt er sich dafür, weil sie in ihrer Unbedingtheit und ihren Merkwürdigkeiten völlig aus dem Rahmen fällt. Sie bringt ihn vor den anderen in Verruf, nicht normal zu sein. Aber wie alles bei Walser nicht wirklich freiwillig wirkt, so auch seine phantastische alles umfassende Liebe nicht. Seine ausgeprägte Berührungsangst, die Dinge „tätlich anzufallen“, führt ihn auf nicht leicht nachgehbare Abwege, für welche er sich mancherorts den Schimpf „pervers“ eingehandelt hat. Sein außerordentlicher Drang zur Unterordnung, ja Unterwerfung befremdet, aber „ich muß beifügen, daß ich die Demut zum Teil zu meinem Vergnügen nur spielte.“19 Walser besaß einen zwar unscheinbaren, aber hochempfindlichen Stolz, durch den er, trotz aller Bescheidenheit und scheinbarer oder tatsächlicher Unterwürfigkeit, über allen Anfechtungen erhaben thronte. Ein Ratschlag an seine Schwester Fanny spiegelt seine Lebenshaltung wider: „Du mußt und kannst glücklich werden. Lege nur allen Stolz ab. Stolz, liebe Schwester, macht unglücklich. Sei demütig und doch stolz.“20

4. Im Bannkreis des „engen Selbst“
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Robert Walsers Liebe erfüllte sich im Träumen. Anders gesagt: sie ist der Versuch, seine Träume zu verwirklichen und in allem um ihn herum die Schönheit aufzuspüren; anders gesagt: sie ist der Versuch, sich selbst zu leben. Es bleibt bei dem Versuch, weil sich seine Liebe nur im Kopf und auf dem Papier abspielt. Ziel und Sinn der Liebe aber ist das Tun, was eine trostlose Erkenntnis ist, zumal für Walser, der eben „nur“ dichten tut. Dichtung und Wirklichkeit bleiben hinter dem Anspruch zurück; Walser kommt an sich nicht vorbei. „Der Roman, woran ich weiter und weiter schreibe, bleibt immer derselbe und dürfte als ein mannigfaltig zerschnittenes und zertrenntes Ich-Buch bezeichnet werden können.“21 Mißmutige oder verständnislose Zeitgenossen nahmen ihm das übel und legten ihm sein Verhalten als Egoismus oder narzißtische Selbstbespiegelung aus.22 Walser paßte sich zwar trotzdem nicht an, aber er litt darunter und zerbrach wohl auch daran. Er drehte sich um sich selbst, angeblich und vielleicht ohne das Bedürfnis, wahrscheinlicher jedoch ohne die Fähigkeit, den Bannkreis des „engen Selbst“ zu durchbrechen.

5. „Er verachtete sich um seiner Liebe willen“ – in späteren Jahren
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In den späteren Jahren, als sich sein „(entsetzlich großer) Fonds an Liebeskraft“23 an den Widerständen aufgerieben hatte, die seine Umwelt vor ihm auftürmte, die aber auch durch seine Persönlichkeit provoziert wurden, änderte sich die Tonlage in seinen Prosagedichten. Die vormals so leisen Untertöne der Verzweiflung schwellen an und übernehmen die Melodie. Der zarte verspielte Leichtsinn verfängt sich nun in den Widersprüchen, die er immer so erfolgreich überspielt hatte; die Töne wollen nicht mehr recht zur Musik passen.

Schrieb er im Jakob von Gunten noch „Ich mag überhaupt nicht geliebt und begehrt sein.“24 und ein paar Jahre später (1913): „Was ist Geliebtsein und Begehrtsein gegen dieses blühende, holdselige Wunder: selber lieben!“25, so hört sich das 1925, kurz vor seinem Zusammenbruch, ganz anders an: „Er verachtete sich um seiner Liebe willen. Liebe war entschieden etwas Blödes. Leiden, das ja mit Lieben immer etwas verbunden ist, erschien ihm ganz einfach ekelhaft und saudumm und doch beinah wieder gottvoll.“26 Er, der Unangreifbare, Unberührbare, ist getroffen. Seine Liebeskraft bannt nicht länger die Sturmflut der Realität und verwandelt sie in idyllisch tanzendes Wasser. Er hat sich verfangen und ist zum Beteiligten geworden. Mit zunehmendem Alter wird er anfällig für die Widrigkeiten der Welt. Immer schneller folgen einander Schwächephasen, in denen er sich nach Sicherheit und Geborgenheit sehnt. Seine Heiratsanträge häufen sich im Vergleich zu früher, als er seinerseits seine Verehrerinnen freundlich bestimmt abgewimmelt hat. Aber er ist so verschroben geworden, daß sich keine mehr auf ihn einzulassen wagt. Seine Kräfte lassen nach, die pubertäre Sensibilität, „die keiner physischen Steigerung (bedurft hatte)“27 schwindet zu Gunsten einer Erwachsenenreife, die aber für ihn dem Tod gleichkommt; denn „nur wer liebt, ist lebendig“. Als er aufhört, zu dichten, und das heißt ja für ihn, zu lieben, stirbt er, ist er schon gestorben –lange, bevor man ihn tot im Schnee fand.

Literatur
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  • WALSER, Robert

    • a) Liebesgeschichten; hrsg. Volker Michels; Frankfurt/Main; (1)1978; (2)1979; = insel taschenbuch 263.
    • b) Der Spaziergang. Ausgewählte Geschichten und Aufsätze; hrsg. Urs Widmer; Zürich; (1)1963; 1973; = detebe 43 (Diogenes Taschenbücher).
    • c) Prosa; hrsg. Walter Höllerer; Frankfurt/Main; (1)1960; 1980; Bibliothek Suhrkamp 578.
    • d) Das Gesamtwerk; hrsg. Jochen Greven; Genf/Hamburg; 12 Bde. (über mehrere Jahre).
  • MÄCHLER, Robert: Das Leben Robert Walsers. Eine dokumentarische Biographie; Frankfurt/Main; (1)1966; 1976; = suhrkamp taschenbuch 321.

  • SEELIG, Karl: Wanderungen mit Robert Walser; St. Gallen; 1957.

  • KERR, Katharina (Hrsg.): Über Robert Walser; Frankfurt/Main; 3 Bde.

      1. Band: (1)1978; suhrkamp taschenbuch 483.
      1. Band: (1)1978; suhrkamp taschenbuch 484.
      1. Band: (1)1979; suhrkamp taschenbuch 550.

  1. Wenn Schwache sich für stark halten; in: R. Walser a), S. 159. ↩︎

  2. Urs Widmer im Nachwort zu: R. Walser b), S. 178. ↩︎

  3. Robert Calasso: zum hundertsten Geburtstag von Robert Walser. Auszüge aus einem Fernsehgespräch zwischen F. Bondy, C. Magris, G. Mariotti und R. Calasso unter der Leitung von G. Orelli (1978); in: Kerr, 3. Bd., S. 220. ↩︎

  4. Vgl. den Entstehungsmythus des Eros in Platons Symposion↩︎

  5. Natürlich nicht in Bezugnahme auf Platon. V. Michels im Nachwort zu: R. Walser a), S. 286. ↩︎

  6. Freundschaftsbrief; in: ebda., S. 113. ↩︎

  7. Urs Widmer; siehe Anm. 2. ↩︎

  8. Man beachte den Untertitel der Biographie Mächlers: Eine dokumentarische Biographie, d. h. aufgrund fehlender äußerer Lebensdaten ist man auf Selbstzeugnisse aus der Dichtung und ungewisse Erzählungen von Freunden und Bekannten Robert Walsers angewiesen, was aber alles mit Vorsicht zu genießen bleibt. ↩︎

  9. Freundschaftsbrief; in: siehe Anm. 7. ↩︎

  10. Vgl. Anm. 2, S. 185. ↩︎

  11. ebda. ↩︎

  12. Freundschaftsbrief; siehe Anm. 7. ↩︎

  13. Die Einladung; in: R. Walser a), S. 34. ↩︎

  14. Vgl. Anm. 2, S. 183. ↩︎

  15. ebda. ↩︎

  16. V. Michels im Nachwort zu: R. Walser a), S. 271; dort heißt es: „Ich habe einen ganz entsetzlich großen Fonds an Liebeskraft in mir, und jedesmal wenn ich auf die Straße trete, fange ich an, irgendetwas, irgendjemand lieb zu gewinnen.“ (Robert Walser) ↩︎

  17. A. Zollinger: Robert Walsers Roman „Der Gehülfe“; in: Kerr, 1. Bd., S. 134. ↩︎

  18. R. Mächler, S. 28. ↩︎

  19. Geschwister Tanner; in: R. Walser d), Bd. IV (1967), S. 86. ↩︎

  20. Brief an seine Schwester Fanny; in: R. Walser d), Bd. XIII/2 (1975), S. 38 (Brief Nr. 44). ↩︎

  21. R. Mächler, S. 149. ↩︎

  22. ebda., S. 146 f. ↩︎

  23. siehe Anm. 17. ↩︎

  24. Jakob von Gunten; in: R. Walser d), Bd. IV (1967), S. 350. ↩︎

  25. Der Bursche; in: R. Walser a), S. 29. ↩︎

  26. Ediths Anbeter; in: R. Walser a), S. 151. ↩︎

  27. V. Michels im Nachwort zu: R. Walser a), S. 283. ↩︎