Hinweis zum Original: Der folgende Text wurde aus der maschinenschriftlichen Schriftform des Referats übertragen. Offensichtliche Tippfehler sowie einzelne Fehler der Orthografie und Zeichensetzung wurden behutsam korrigiert; Wortlaut, Argumentationsgang und zeittypische Ausdrucksweise blieben erhalten. Textliche Unebenheiten sind belassen. Angehängt sind Auszüge aus Reise um die Welt, die den Seminarteilnehmern damals vorgelegt wurden, um ihnen originale Leseeindrücke „auf die Schnelle“ zu verschaffen. Das Referat wurde meiner Erinnerung nach sehr positiv aufgenommen. Ich musste lange in den Papieren suchen, wähnte es schon als verschollen. Um so mehr freue ich mich jetzt, es unverhofft wieder gefunden zu haben. Damals hatte ich keine Kapitelüberschriften, nur die Gliederung I-IV. Und V habe ich hier hinzugefügt.
I (Georg Forster und die zweite Weltumsegelung Cooks) #
In den Jahren 1772–75 hatte der junge Georg Forster Gelegenheit, seinen Vater als wissenschaftlicher Assistent und botanischer Zeichner auf einer Reise um die Welt zu begleiten. Der mehr als tausend Seiten starke Bericht, den er nur acht Monate danach vorlegt, ist nicht nur das bewundernswerte Zeugnis einer frühreifen literarischen Begabung, sondern er ist in unserem Zusammenhang – also der Darstellung der Fremde in der Reiseliteratur – zugleich und vor allem der Beleg einer veränderten Einstellung gegenüber der Fremde, als wir sie bisher in den Aufzeichnungen eines Christoph Columbus oder Ulrich Schmiedel kennengelernt haben. Bevor ich aber darauf näher eingehe, hole ich etwas aus und mache euch mit der Person Georg Forsters, seinem Leben und den näheren Umständen der Reise vertraut.
Lesen wir in der Reise um die Welt (engl. 1777, dt. 1780), sehen wir uns in die Zeit der großen Segelschiffe und auch der bürgerlichen Aufklärung versetzt. Die britische Admiralität rüstet zur zweiten Weltumsegelung unter dem Kommando Kapitän James Cooks. Nach außen dient die Reise der Erweiterung der wissenschaftlichen Kenntnisse. Statt Kriegsschiffe zu benutzen, wie bisher bei solchen Reisen üblich, lässt sich daher der erfahrene Cook zwei Kohletransporter umbauen. Ihr geringer Tiefgang soll sie vor den gefährlichen Korallenriffen der Südsee beschützen; außerdem erlaubt er die Landung an jeder beliebigen Küste. Die Schiffe sind extrem stabil und zudem erheblich kleiner als Kriegsschiffe.
Diesem Umbau verdanken die beiden Forsters, Vater Johann Reinhold und Georg, der Sohn, ihre Einladung zu einer der aufsehenerregendsten Unternehmungen ihrer Zeit. Der ursprünglich ausersehene Naturkundler und ebenso vornehme wie reiche Sir Banks, der Cook schon bei seiner ersten Reise begleitet hatte, trat nämlich kurzfristig zurück, weil Cook ihm die Mitnahme von 17 Helfern und Bedienten – darunter zwei Waldhornbläser – aus Platzgründen nicht zugestand.
Die Forsters sprangen in aller Eile ein. Innerhalb von vierzehn Tagen richteten sie sich für eine dreijährige Seereise. Mit ihnen fuhren noch der Astronom Wales, sein Assistent Gilpin und der Zeichner Hodges als Ersatz mit. Sie alle hausten während der Reise – wie die Besatzung – in qualvoller Enge. Am 13. Juli 1772 lichteten die beiden Schiffe Resolution und Adventure in Plymouth die Anker. Die Forsters segelten mit der größeren Resolution, die Cook selbst kommandierte.
Natürlich war trotz der Kohlenschiffe und der Wissenschaftler an Bord die Erweiterung der Wissenschaft nicht der einzige Zweck der Reise. Inoffiziell hatte James Cook – wie schon bei seiner ersten Weltumsegelung – von der Admiralität den Auftrag erhalten, soweit wie möglich nach Süden vorzustoßen, um endlich die sagenhafte terra australis (nicht zu verwechseln mit Australien, das schon entdeckt worden war) zu finden und für die englische Krone in Besitz zu nehmen. Man erwartete die Entdeckung eines Kontinents, der, so groß wie Indien und Amerika zusammen, die ökonomische Weltherrschaft Englands befestigen und überhaupt unanfechtbar machen sollte.
So standen ebenso usurpatorische wie wissenschaftliche Bestrebungen für die Reise Pate, ja waren militärische und ökonomische Träume die eigentlichen Triebkräfte für die Durchführung dieser zweiten echten wissenschaftlichen Südsee-Expedition überhaupt.
Ganz zufällig war die Entscheidung der Admiralität für die Forsters nicht. Beide, sowohl der Vater als auch schon der Sohn, hatten sich bereits wissenschaftliches Ansehen erworben. Dreizehnjährig erst, kurz nachdem sie nach England gekommen waren, hatte Georg sogleich mit der Übersetzung von Lomonossows gewichtiger, in russischer Sprache verfasster Kurzer russischer Geschichte reüssiert. Die weltbekannte Londoner Society of Antiquaries fühlte sich befleißigt, seine Leistung öffentlich zu würdigen. Am 21. Mai 1767 sprach sie dem Sohn des Herrn Forster, der ein junger, noch nicht 13 Jahre alter Mann sei, aber verschiedene Sprachen spreche, für die Überreichung seines Buches ihren Dank aus.
Am 27. November 1754 in Nassenhuben bei Danzig geboren, hatte Georg Forster nicht erst seit seiner Reise um die Welt ein bewegtes Leben. Als er zehn war, ließ der Vater seine Frau und die anderen Kinder zu Hause in der Pfarrei zurück und unternahm im Auftrag der russischen Regierung zusammen mit dem ältesten Sohn Georg eine Reise in die Gebiete der unteren Wolga, wo er die physischen und sozialen Lebensverhältnisse der dort vor Kurzem angesiedelten deutschen Einwanderer studieren sollte, um möglichst eine Verbesserung ihrer Lage in die Wege zu leiten.
Von Mai bis Oktober 1765 erforschte der vielseitige Mann die Situation der Kolonisten in der Stadt Saratow und Umgebung. Er befasste sich mit den ökonomischen, sozialen, politischen Zuständen ebenso wie mit der Geschichte des Landes, seiner Geographie, der Botanik und anderem, sammelte nebenbei mongolische Antiquitäten und Münzen und kehrte schließlich mit vielen Vorschlägen und Plänen nach Petersburg zurück. Bei alledem hatte ihn Georg helfend begleitet und war in seiner freien Zeit botanisierend umhergestreift.
Nach Petersburg zurückgekehrt, sah sich der Vater aber bald, vor allem durch die Ränke des Woiwoden (Gouverneurs) von Saratow, der seine Kritik fürchtete, um die Früchte seiner Arbeit und seinen Lohn gebracht. Es half auch nichts, dass die Regierung ihm durchaus wohlwollend gesonnen war. Während der drei Vierteljahre, die sie in Petersburg verblieben, erhielt Georg die einzige ordentliche Schulausbildung seines Lebens. Ansonsten lernte er alles von und über den Vater.
Bitter enttäuscht und allen Ambitionen unter der Zarin entsagend, schifften sich Vater und Sohn nach England ein.
Zu Hause in Nassenhuben hatte indessen Frau Forster begonnen, die Bibliothek ihres Mannes in Brot, Kleidung usw., was sie eben an Notwendigem für sich und die Kinder brauchte, umzusetzen.
Nach einer abenteuerlichen und reizvollen Überfahrt einschließlich sechs (!) Notlandungen und einem lebensvollen Unterricht in englischer Sprache durch die Matrosen landeten sie im Frühling des Jahres 1767 auf der britischen Insel. Schnell fassten sie dort Fuß. Der umtriebige Vater knüpfte in kürzester Zeit unzählige Kontakte, die er allzu oft allerdings durch sein leidenschaftliches und aufbrausendes Wesen und bürgerstolzes Auftreten bei den einflussreichen, meist adligen Herrschaften wieder verspielte. Seiner Kompromisslosigkeit ist es wohl auch anzurechnen, dass ihm die britische Admiralität nach der Cook-Reise den zuvor zugesagten Auftrag der offiziellen Berichterstattung wieder entzog – das große Glück für Georg, der auf diese Weise zu seiner ersten literarischen Bewährung kam und seinen ersten wirklich selbständigen Schritt tun konnte.
In seinem schon bis dahin so ereignisreichen Leben hatte er also das Rüstzeug erworben, durch das er gleichsam aus dem Stand fähig war, einen nicht nur wissenschaftlichen Ansprüchen genügenden Bericht über die dreijährige Reise zu liefern, sondern darüber hinaus überzeugender, als es selbst sein Vater gekonnt hätte, eine philosophische Darstellung ihrer Reise zu geben – wenn auch in einem etwas anderen Sinne, als Johann Reinhold sich das vorgestellt hatte.
Trotzdem wurde seine Autorenschaft von Anfang an bezweifelt. Er sei bloß ausführendes Organ seines Vaters gewesen, habe alles überhaupt nur auf der Grundlage der väterlichen Tagebücher fertigbringen können, ja sei für ein so umfangreiches Unternehmen einfach viel zu jung gewesen.
Dem steht aber entgegen – abgesehen von der späteren Entwicklung, in der er zum Schöpfer der deutschen literarischen Reisebeschreibung avancierte –, dass der Vater zwar die Hauptlinie der Darstellung und auch die Art des zu behandelnden Stoffes, insbesondere soweit es sich um wissenschaftliche Fragen handelte, vorgab; jedoch der stilistische Vergleich mit Texten des Vaters beweist die qualitative Überlegenheit des Sohnes in der Beherrschung besonders der englischen Sprache, in der Georg zuerst den Reisebericht geschrieben und veröffentlicht hat. Georg Forster verfügte zweifellos über ein feineres und ausgeprägteres Gefühl für Stil und Grammatik als sein Vater, dessen Kenntnisse eher quantitativ zu bemessen sind: Angeblich konnte er sich in 17 Sprachen verständigen.
Das abenteuerliche und an Eindrücken reiche Russlandunternehmen hatte den Blick des Jungen auf die Beziehungen zwischen Mensch, Natur, Landschaft und Geschichte und auf die Nutzung und Gestaltung dieses zusammenhängenden Ganzen für die Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen gelenkt. Es hatte ihm ausgiebig Gelegenheit geboten, sich in der Beobachtung der Verhaltensweisen, Lebensformen und Kunstübungen der einzelnen Völkergruppen und in naturkundlichen Untersuchungen zu schulen – alles Kompetenzen, auf die er für seine große Reisebeschreibung zurückgreifen konnte.
Von tiefer Wirkung auf seinen Gerechtigkeitssinn und auf seine kritische und sogar streitbare Auffassung der Gesellschafts- und Regierungsformen war wohl auch das Erlebnis der schnöden Behandlung seines Vaters durch die Petersburger Bürokratie gewesen, die sich auf die Seite des feudaldepotischen Gouverneurs von Saratow gestellt und so die Hoffnungen und die Arbeit des Vaters zunichtegemacht hatte. Zudem hatten sie sich beide, Vater und Sohn gleichermaßen, schon lange planmäßig durch Lesung vieler Reisebeschreibungen und durch Weiterbildung auf die Erfordernisse einer Reiseberichterstattung vorbereitet, sodass Georg Forster tatsächlich selbständig zu arbeiten in der Lage war.
II (Vom Naturforscher zum philosophischen Weltreisenden) #
Johann Reinhold Forster hatte man als Naturforscher an Bord geholt. Sein Sohn sollte ihm assistieren, und insbesondere war er für die Abzeichnung botanischer und anderer wissenschaftlich belangvoller Gegenstände zuständig. Die Naturforschung umfasste damals einen sehr viel weiteren Geltungsbereich, als wir uns das heute vorstellen. Die Anthropologie etwa, die uns hier am meisten interessiert, gilt noch nicht einmal als besonderer Teilbereich, geschweige dass sie eine eigenständige Disziplin dargestellt hätte. Gegenüber der Botanik beispielsweise, die Georg Forster einmal seine Lieblingswissenschaft nennt, hat sie beziehungsweise das sie leitende Interesse sekundäre Bedeutung. Der wissenschaftliche Blick richtete sich auf alles, was entweder sinnlich wahrnehmbar oder der Wissenschaft schon irgendwie bekannt war, sodass weiterführende Erkenntnisse erhofft werden konnten. Darunter vor allem die jeweilige Flora und Fauna, die klimatischen Phänomene, geographische Besonderheiten usw. Aber auch Hautfarbe, Gestalt, Kleidung, Nahrung der verschiedenen angetroffenen Bewohner fanden ebensolche Aufmerksamkeit wie – falls schon vorhanden und bekannt – die jeweilige (Entdeckungs-)Geschichte, Verwaltung und Kirche, Arbeits- und Eigentumsverhältnisse. Alles wird peinlich genau gesichtet, gesammelt und vermerkt und schließlich deutend in das bestehende aufgeklärte Weltbild eingeordnet.
Entgegen dem Anschein der Wahllosigkeit dient diese Naturforschung aber immer auch der Erkenntnis des Menschen. Besonders Forster betrachtet sich – das macht er in seiner Vorrede deutlich – als philosophischer Weltreisender, dessen Naturerkenntnis nicht schlechthin in die Welt der Gegenstände hinausführen soll, sondern Naturerkenntnis wird für den Geist das Medium, innerhalb dessen er seine eigene Selbsterkenntnis vollzieht. Getreu dieser Einsicht zeichnet sich Die Reise um die Welt gerade nicht durch die Reihung von Fakten aus, wie vielleicht zu befürchten gewesen wäre. Vielmehr erstrebt Forster eine Vertiefung und Vergeistigung der Reiseschriftstellerei. Das bedeutet, dass er sich nicht nur um eine möglichst elegante Darstellung bemüht, die sich eher an das gebildete Publikum als an Akademien wendet (was ihm nicht durchgehend gelingt); sondern er versucht vor allem, seine Erfahrungen mit den höchsten Ideen des Zeitalters sowie mit seinen persönlichen Eindrücken zu verknüpfen. Darin entspricht er oberflächlich gesehen den Erwartungen seines Vaters, tatsächlich aber überbietet er dessen Intentionen bei Weitem. Darauf werde ich noch eingehen.
Was sich eher der Alte vorgestellt hat, wird aus einem Prospekt ersichtlich, der, zur Werbung für die Reise um die Welt bestimmt, deutlich die aufklärerisch-humanistische Tendenz des neuen Typs von Reisebeschreibung kennzeichnet und die auf Ganzheitserfassung abzielende Methode andeutet: Eine Reisedarstellung soll wie die Reise selbst den Verstand des Menschen erleuchten, seine Kenntnisse in allen Arten der Wissenschaften befestigen und bereichern, das Ganze seiner Erfahrungen vermehren, die Sitten verbessern, das Gefühl mit neuen Gegenständen bekannt machen, den Geschmack verfeinern, ihn zum gesellschaftlichen Leben und allen bürgerlichen Tugenden bilden, von Vorurteilen befreien und ihn, im Ganzen betrachtet, vervollkommnen.1
Johann Reinhold stand noch ganz in der Tradition der Aufklärung. Sein Sohn wird ihr zwar nie wirklich untreu, doch trägt er, während er noch völlig im Bannkreis des Vaters lebt, die Keime der neuen Zeit in sich. Denn im Grunde ist, als Georg Forster seinen Bericht schreibt, die hohe Zeit der Aufklärung – wie auch der Segelschiffe – vorbei. Georg räumt der Empfindung auch in den Dingen der Vernunft einen gleichwertigen Platz ein, wozu sein Vater nicht willens und nicht in der Lage gewesen wäre. Anders als dieser spürt er die Defizite, die aus einer allzu großen Vernunftverehrung erwachsen. So bleibt er auch sein Leben lang höchst sensibel für alle Widersprüche des Lebens und seiner Zeit.
Die Epoche der Empfindsamkeit hat begonnen, und Forster wird ihr später, nach der Reise, als er schon längst berühmt und gefeiert ist, seinen Tribut zahlen und dem okkultistischen Rosenkreuzer-Orden beitreten, wo er sogar vor alchimistischen Kellerversuchen nicht zurückschrecken wird. Ebenso wird er sich aber auch wieder aus eigener Kraft losreißen und darüber staunen, auf was er sich einlassen konnte. Nie könnte er die Vernunft verraten, ihre Kraft, Ordnung zu stiften, Wahrheit und Erkenntnis herbeizuführen und zur Meisterung des Lebens beizutragen, verleugnen. Nie wird er den Glauben an Fortschritt, an die Beförderung des Menschenglücks, den Glauben an die Möglichkeit der Erziehung der Menschen zum Besseren aufgeben. Nie wird er aufhören, für seine Ideale zu kämpfen. Gegen Ende seines Lebens hin wird er wieder ganz auf das Diesseits gerichtet sein und seine ungeheure idealische Anspannung auf die tätige Verbesserung der Verhältnisse verwenden. Man wird ihn als Vizepräsidenten der ersten deutschen Republik erleben und als Abgesandten dieser Republik in der revolutionären Pariser Nationalversammlung. Dort, in Paris, stirbt er übrigens am 10. Januar 1794. Man findet ihn tot im Bett sitzend, in einer kalten Stube, vor sich eine Landkarte Indiens ausgebreitet.
Ohne die Vernunft ihrer Rechte berauben zu wollen, tritt Georg Forster ihrer Verabsolutierung entgegen, und vor allem wird ihm im Laufe seines Lebens immer bewusster, dass eine Vernunft, die letztlich der Zementierung des Herrschaftsanspruches einer gesellschaftlichen Klasse untergeordnet wird, nicht akzeptabel sein kann. Es kann für ihn keine Wahrheit geben, die die Rechte der Menschen mit Füßen tritt. Entsprechend definiert er den Begriff der Aufklärung: dass sie zwar eine vollständigere und richtigere Erkenntnis beinhalte, dass sie aber unter allen Umständen mit der Fertigkeit verbunden sein müsse, Erkenntnis und Wahrheit auf das Leben selbst richtig anzuwenden. Als Wahrheit gelte ihm nur, was das Glück der Menschheit befördere. Der Philosophie komme die Aufgabe zu, treulich und sorglich zu wirken, dass (die Menschen) ihre Bestimmung erreichen mögen.2
Gerade diese Synthese von Vernunft und Empfindung in der noch sehr aufklärerisch gemeinten Reise um die Welt war für den Erfolg des Buches entscheidend, mindestens ebenso wie die Unbestechlichkeit des Blicks, die man ihm nachrühmte. Forster ist dadurch einer der ersten, der die aufklärerisch-rationalistische Haltung überwand und so die vielleicht erste deutsche, genuin literarische Reisebeschreibung schuf, welche dann, jedenfalls nach Ansicht Joseph Strelkas,3 in Goethes Italienischer Reise zur vollendeten Form gelangt sei. Seine Vorbilder fand Forster im Ausland; zu nennen sind vor allem Jean-Jacques Rousseau, François Buffon oder Laurence Sterne, aber auch antike Schriftsteller, zum Beispiel die Reisesatiren des Horaz.
III (Vernunft und Empfindung: Forsters neuartige Reiseschriftstellerei) #
Vernunft und Empfindung, Gefühl und Empfindsamkeit – in diesen Begriffen erkennen wir das Programm des modernen Subjektivismus. Forster ist der erste deutsche Reiseschriftsteller, mit dessen Auffassung wir Heutigen uns, wenn wir wollen, ohne Weiteres identifizieren können, dessen Wahrnehmungsperspektive uns nicht mehr so fremd und befremdlich vorkommt, uns nicht mehr so fern liegt, dass wir uns – so ohne Weiteres – distanzieren könnten. Er vollzieht die kopernikanische Wende der Reiseschriftstellerei, indem er die Eindrücke der Objekte auf das Subjekt zum Hauptthema macht, das heißt Erlebnisse zu objektivieren versucht.
Bei Forster vereinigen sich wache Hingabe an die Dinge der Welt und das Bestreben, sie objektiv darzustellen, mit dem Hang, das unmittelbar Gegebene mit Hilfe seiner Einbildungskraft zu durchdringen. Ja, es geht ihm sogar mehr darum, das Verhältnis seiner Seelenkräfte zu den Dingen als die Dinge selbst zu schildern. Bunte Anschauung und bewegtes Leben bestehen gleichgewichtig neben Reflexion und essayistischer Abschweifung. Wenn auch in der Reise um die Welt das Ideal, ein beseeltes Ganzes zu schaffen, in dem die Subjektivität des Autors zum geistigen Zentrum wird – zu dem also, was die Darstellung der Natur belebt und die Welt zusammenhält –, wenn also dieses Ideal von Forster nicht erreicht wird und wenn Subjektivität und die Schilderung objektiver Begebenheiten noch auseinanderklaffen, so liegt das nicht am Wollen, sondern am dafür noch mangelhaften Können des Zwanzigjährigen – und natürlich, nicht zu vergessen, am Einfluss des Vaters, seines Schulmeisters, Zensors und Mentors.
Noch bestimmt die chronologische Abfolge – in der deutschen Übersetzung übrigens schon weniger als in der englischen Version – im Wesentlichen Gliederung und Aufbau der Reise um die Welt. Doch es ist Forsters erklärte Absicht, seinen Stoff in der Weise zu gestalten, dass der Leser/die Leserin sich einerseits einbildet, die vorgestellten Erlebnisse, Dinge und Ereignisse selber, wenn auch im Geiste, nachzuerleben; dass der gleiche Leser sich aber andererseits bewusst bleibt, welcher empfänglichen Seele er die Vermittlung dieser Dinge, Ereignisse und Erlebnisse verdankt. Forster möchte seine Urheberschaft nicht hinter der Sachform des Berichtes verbergen. Der Leser müsse, sagt er, da er, der Autor, nicht frei von Schwachheiten sei, wissen, wie das Glas gefärbt sei, durch welches er gesehen habe. Er wolle, trotz aller Vorurteilslosigkeit, schildern, welchen Eindruck die Dinge auf ihn gemacht hätten.4
Obwohl die Bauteile der neuen Form in dem Jugendwerk oft unverbunden einfach nur aneinandergehängt werden, also Beschreibung, Erzählung, Erklärung, philosophische Betrachtung lose hintereinander gereiht sind, anstatt zu einem Ganzen verflochten zu sein, enthält diese Darbietungsweise schon die Diskontinuität, welche er später zum Stilprinzip der Reisebeschreibung erheben wird. Nicht zufällig wird der Brief sich als die Form erweisen, die seiner Geistesart am ehesten entspricht.
Jedenfalls unterscheidet sich schon die Reise um die Welt von vorangegangenen Reisebeschreibungen durch ihre autobiographisch-essayistische Struktur. Der Grund der begeisterten Aufnahme des Werkes ist nicht die Fülle der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse, die Forster ausbreitet, sondern die Aktualität dieser Betrachtungs- und Schreibweise.
Es bleibt festzuhalten, dass sich Forsters schriftstellerische Kraft gleichermaßen aus den Quellen der Vernunft wie der Empfindung nährt. Es freut ihn, merkwürdige, nur wenigen zugängliche Erlebnisse und Eindrücke emotionell und intellektuell zugleich in Besitz zu nehmen und weiterzureichen, Erfahrungen und Erkenntnisse zu verdichten, indem er der Begeisterung an schöpferischer Gestaltung auf der Grundlage bereits gesicherter Einsichten freien Raum lässt und indem er seinen beim Schreiben auftauchenden Gedanken einen gleichberechtigten Platz einräumt. Bei aller empfindsamen Hingabe bleibt ihm die Wirklichkeit jedoch stets das Maß aller Begeisterung. Die Tatsachen, die Dinge und Ereignisse stehen unverrückbar im Zentrum der gedanklichen Auseinandersetzung. Er kostet zwar die Grundspannung der Aufklärung, hier die Vernunft, dort die mystische Erleuchtung, mit seiner jungen Seele aus, und sogar der extreme Umschlag in geheimniskrämerische Schwärmerei bleibt ihm nicht erspart; doch bringt ihn seine den Globus umspannende Lebenserfahrung, seine Leidenschaft für die sinnlich zu erfahrende Wirklichkeit immer wieder auf den, zumindest für ihn, rechten Weg. Ich habe, kritisiert er freimütig den großen Immanuel Kant, was mich betrifft, keine besondere Überzeugung als diese, dass keine Vorstellung mir das Reale als real darstellt, da doch die unmittelbare Wirkung des Realen auf mich gar nicht zu leugnen ist und ich eben deswegen die Gegenwart dieses Realen außer mir, wo es ist, so unwidersprechlich fühle.5
IV (Die Fremde im Deutungsrahmen der europäischen Aufklärung) #
Soviel allgemein zu Georg Forster, seiner spezifischen Darstellungsweise und Leistung in der Geschichte der Reiseschriftstellerei. Wie unterscheidet er sich nun konkret in der Darstellung der Fremde von seinen Vorgängern? Worin zeigt er sich in seinem Urteil als Europäer, also als ein Mitglied der Kultur, die es sich als höchste Leistung anzurechnen scheint, wenn ihr der Anschluss, die Assimilation und, wenn es sein muss, die Unterjochung anderer, nicht-europäischer Kulturen gelingt?
Ich möchte die Fragen nicht beantworten; zu diesem Zweck haben wir die Textauszüge zur Interpretation vorliegen. Einige allgemeine Hinweise scheinen mir aber doch am Platz zu sein, die wir beachten sollten, damit wir nicht allzu voreilig den Texten, die ja nur einen Bruchteil des Buches repräsentieren, in die Falle gehen.
– Verglichen mit den bis jetzt von uns interpretierten Autoren haben wir auch von Forster keine Objektivität zu erwarten. Mit dem Unterschied freilich, dass Forster sich dessen bewusst ist und gerade dieses Bewusstsein die formale Gestaltung seines Berichtes prägt. Auch er gibt letztendlich, wie Columbus oder Schmiedel, die Darstellung des eigenen Interesses an den Dingen; nur tut Forster es nicht mehr naiv oder besser: nicht mehr ganz so arglos, von sich selbst überzeugt wie jene. Naivität – und was für eine! – finden wir jedoch auch bei ihm. Ich denke zum Beispiel an die Sklavenbefragung. (Der Text liegt uns vor.)
– Auch Forster schreibt nicht aus der Perspektive von unten. Als gebildeter junger Herr lebt er, seine Weitgereistheit einmal abgerechnet, in der Ideenwelt der bürgerlichen Aufklärung, und aus ihr schöpft er, dem Augenschein oft genug zum Trotz, seine Begriffe, mit denen er die Fremde zur Darstellung und vor das geistige Auge des ebenfalls gebildeten Bürgerpublikums bringt.
– Wir finden bei ihm Gegensatzpaare genau von der Art, wie sie François Hartog als konstitutiv für alle Texte über Fremderfahrung diagnostiziert. So zum Beispiel das Paar Naturzustand und gesellschaftlicher Zustand oder ein anderes: der Europäer und der Wilde. Fußend auf den Theorien Lockes, Hobbes’ und natürlich Rousseaus ist es für Forster keine Frage, dass der Naturzustand eine Vorstufe des gesellschaftlichen Zustands ist, insofern sich das Gute im Menschen erst in der organisierten Gesellschaft entfalten könne. Vorher, in dem Zustand ohne Recht und Gesetz, muss das Gefühl der allgemeinen Menschenliebe dem harten Gesetz der Selbsterhaltung weichen.
Forster übernimmt diese Deutungsmuster, unerachtet der Tatsache, dass sie am Schreibtisch ersonnen sind. Weder Hobbes noch Rousseau oder Locke waren an ethnologischen Fragestellungen interessiert, als sie ihre Theorien entwarfen. Ihnen geht es um das bürgerliche Gesellschaftssystem, um den Nachweis, dass es auf einem Vertrag beruht. Begriffe wie Naturzustand und der Wilde sind Ideenkonstrukte, die als Gegenbilder für die ihnen wichtigen Begriffe fungieren. Zum Beispiel auch der Naturmensch Rousseaus wird von diesem nicht als real existierendes Wesen gedacht. Er ist lediglich ein abstraktes Kontrastmittel, mit dessen Hilfe die Struktur der eigenen, der europäischen Zivilisation erkennbar wird. Der Bürger soll sich an seine eigenen Ursprünge erinnern, damit er Fehlentwicklungen einsieht und korrigiert.
Die Farbe des Glases, durch die Forster die Wirklichkeit betrachtet, filtert etliche Aspekte eben dieser Wirklichkeit heraus. Exemplarisch die erste Fremdbegegnung der europäischen Abordnung mit den Wilden Neuseelands. Obwohl Forster die Neuseeländer im Einzelnen als treuherzig, ehrlich, gesellig, tapfer, geschickt, musikalisch, intelligent erkennt und anerkennt, fällt sein Gesamturteil zu unserer Überraschung merkwürdig mies aus: Am Ende stehen sie plötzlich als unwissend und roh da und insgesamt als Menschen, die ohne Überlegung und Billigkeit immer nur nach Instinkt und Eigensinn zu Werke gehen. Den Augenschein ignorierend operiert er also für sein abschließendes Urteil mit überlieferten Kategorien. Das Geschichtsverständnis der Aufklärung erfordert eben, die unterentwickelten Neuseeländer im Stand der Wildheit zu sehen.
– Insofern sind seine Beschreibungen sogar von propagandistischen Interessen, wie wir sie bisher in den anderen Texten analysiert haben, geleitet. Immerhin hält er die europäische Kultur für die höchstentwickelte, und er lässt sich durch irritierende Erfahrungen in diesem Urteil nicht beeinflussen. Freilich weiß er, dass die Überlegenheit Europas im Allgemeinen eine Überheblichkeit des Europäers als Individuum nicht rechtfertigt. Im Gegenteil: Wie oft schämt er sich für seinesgleichen!
– Forster möchte den anderen die europäische Kultur bringen und nicht die Syphilis und Kanonen. Interventionistisches Interesse kann man ihm daher meiner Ansicht nach nur in jenem „edlen“ Sinne unterstellen. Entwicklungshilfe, welche Forster sich wünschte, hätte sich – das macht er in einem späteren Aufsatz, Über lokale und allgemeine Bildung (1791), klar – grundsätzlich am Stand der unterstützten Gesellschaft zu orientieren. Überheblichkeit und selbstgerechte Urteile entstünden, wenn Moral- und Rechtsgrundsätze nicht relativiert, das heißt aus der zivilisatorischen Gesamtentwicklung eines Volkes beurteilt würden. Während einerseits die Menschheit in ihrer Gesamtheit betrachtet werden müsse, sei andererseits jedes Volk in seiner Eigenheit anzusehen. Es sei sinnlos, die Völker in ihrer Mentalität miteinander vergleichen zu wollen. Dem Lokalen sei vielmehr besondere Beachtung zu schenken, weil es das Bild der menschlichen Kultur um wertvolle Einzelzüge bereichert.
– Die Informationen, die er liefert, sind ebenfalls, wie bei Columbus und Schmiedel, „einseitig, negativ und allgemein präformiert“, wie wir es zusammengefasst hatten.6 Es sind sogar strategische Informationen darunter, wenn er zum Beispiel die Geheimniskrämerei um die Leistungsfähigkeit der Gewehre gutheißt; er findet es gut, dass die Eingeborenen Respekt vor den knallenden Schießprügeln haben. Jedoch ist im Allgemeinen die Wahrnehmungsperspektive bei Forster sehr viel facettenreicher, sehr viel mehr um vorurteilslose Erkenntnis überhaupt erst bemüht als bei seinen Vorgängern.
– Forster liefert zum Beispiel eine ziemlich präzise, differenzierende Darstellung Tahitis. Er sieht, trotz aller Zuneigung zu seinen Bewohnern und trotz aller Begeisterung für ihr Leben, für die fast idealen landschaftlichen und klimatischen Bedingungen kein Paradies. Seine Leser, die Bürger zu Hause in ihren Salons und Lehnsesseln, erträumen sich ein solches erst. Forster ist dafür nicht verantwortlich zu machen. Die Leser haben die Schilderungen des französischen Reisenden Bougainville im Ohr, der Tahiti entdeckt und tatsächlich geglaubt hatte, das irdische Paradies gefunden zu haben. In arkadischer Einheit und Harmonie lebten die Tahitier glücklich, frei von Besitzstreben und Arbeitszwang, jenseits von Moral und Schuld in biblischer Unwissenheit.
Forster dagegen bemerkt sehr wohl auch auf Tahiti die Ungleichheit der Stände, den vollgefressenen Fettwanst beispielsweise, der sich von vorne bis hinten bedienen lässt, und auf solche Beobachtungen gründet er, wenn auch immer noch geblendet von seinem angelesenen Vorwissen über Tahitis paradiesischen Zustand, sein Urteil.
(V – Grenzen von Forsters Fremdwahrnehmung) #
– Die schier erschlagende Fülle des Erlebten täuscht leicht über die Begrenzungen hinweg, denen seine Forschungen und Beobachtungen unterliegen, welche ihnen aber auch den besonderen Charakter verleihen. Sie seien zum Schluss kurz zusammengefasst:
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Selten kann er die Menschen selbst befragen; er bleibt auf seine Augen, seine Sinne angewiesen, weil er ihre Sprache nicht versteht. Daher auch die ausführliche Beschreibung ihres Körperbaus, ihrer Hautfarbe, der Gesichtsformen, Kleidung, Nahrung, der Wohnverhältnisse – mangels tieferen Einblicks in die religiöse, gesellschaftliche, politische usw. Kultur.
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Sein Umgang beschränkt sich in der Regel auf höhergestellte Personen.
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Er ist manchmal von einer unglaublichen Naivität. (Vgl. Sklavenbefragung.)
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Selten verbringen sie länger als 8 oder 14 Tage an einem Ort. Er beklagt sich darüber. Freilich muss man lesen, was er bei Landgängen alles an einem Tag erledigt. Er ist der typisch überbeschäftigte, rastlose Europäer. Untätigkeit und Müßiggang sind Merkmale des Wilden. Man hat manchmal den Eindruck, dass die Landgänge nur der Befriedigung wissenschaftlicher Sammelwut auf der einen Seite, der sexuellen Ruhigstellung der Mannschaft auf der anderen Seite dienen.
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Die ersten Kontakte vollziehen sich zumeist unter ritualisiertem militärischem Imponiergehabe. Zuerst die Seesoldaten, dann der Kapitän, schließlich der Rest.
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Keine kritische Bemerkung über den permanenten Warenaustausch ist mir begegnet. Das Interesse zum Beispiel der Tahitier an den Fremden scheint zum größten Teil aus dem Interesse an den Waren der Fremden zu bestehen. Die Europäer haben das in ihrer Reiseplanung berücksichtigt und tonnenweise „Tand“ eingepackt: Korallen, Spiegel, Nägel, Messer. Umgekehrt können die Europäer offensichtlich keine Geschenke annehmen: Für fast alles bedanken sie sich mit Belohnungen.
Anhang: Materialien zum Referat (Leseauszüge aus Reise um die Welt) – damals noch von Hand geklebt :) #
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Zitiert im Nachwort von Gerhard Steiner, S. 1026, in: Georg Forster, Reise um die Welt, Frankfurt am Main 1983 (insel taschenbuch 757). ↩︎
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Vgl. Forsters Definition des Begriffes „Aufklärung“ in seiner Geschichte der englischen Literatur (1788), zitiert S. XXVII in G. Steiners Einleitung zu: G. Forster, Philosophische Schriften, Berlin 1958. ↩︎
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Joseph Strelka: „Der literarische Reisebericht“, in: Jahrbuch für Internationale Germanistik, Jg. 3, H. 1, 1971, S. 69. ↩︎
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Vgl. Forster ‘Reise um die Welt’ (Vorrede), S. 18. ↩︎
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Zit. in: G. Steiner ‘Georg Forster. Philosophische Schriften’ (Einleitung), S. XXXVII ↩︎
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Vgl. Eberhard Berg: „Zwischen den Welten. Über die Anthropologie der Aufklärung und ihr Verhältnis zu Entdeckungs-Reise und Welt-Erfahrung mit besonderem Blick auf das Werk Georg Forsters’ Berlin 1977, S. 82. ↩︎