„Du schreibst banal und oberflächlich.“ #
Neulich bezeichnete jemand einen meiner Texte als „banal und oberflächlich“, verbunden mit persönlicher, beleidigender Attacke. In Summe drückte er damit nichts anderes aus als schlicht: „Du bist doof!“
Auf die Attacke, ihre Funktion und ihre Implikationen, habe ich mehrfach, unter verschiedenen Blickwinkeln reagiert.1
So unerquicklich das auch war, mich interessiert inzwischen mehr, wie und was ich daraus lernen kann, begrifflich, aber auch handwerklich für das Schreiben.
Ich frage daher:
Wie sind diese Wörter zu verstehen? Was könnte der Angreifer gemeint haben – jenseits der Beleidigung und des Abbruchs des Austauschs? Woran wäre „banal“ oder „oberflächlich“ als Textkritik prüf- und widerlegbar festzumachen? Wie ließe sich der beleidigend gemeinte Vorwurf schreibtechnisch produktiv wenden? Lassen sich dafür Kriterien entwickeln?
Befriedigende Antworten darauf wären ein Gewinn – für mich als Autor, aber auch für Leserinnen und Leser. Denn prüf- und widerlegbare Kriterien erlauben beiden Seiten, klarer zu erkennen, ob und warum eine Kritik trägt.
Ich möchte weder austauschbar wirken noch langweilen. Im Gegenteil: Wenn meine Texte Denkkanäle öffnen und offen halten, wenn sie Überlegungen bei anderen in Gang bringen und weiterführen – kurz: wenn sie anschlussfähig sind –, dann erfüllen sie ihren Zweck. Ein Diskurs, der nicht fortschreitet, verfehlt für mich seinen Begriff.
Dazu gehört ebenso der Stil: erquicklich zu schreiben, obwohl ich eher selten leichte Kost zu bieten habe.
Ich gehe in drei Schritten vor: (1) Ich kläre, was „banal“ heißen kann – und warum eine positive Banalität (common ground) für Verständigung nötig ist. (2) Ich leite Prüffragen ab und führe sie kurz vor. (3) Ich unterscheide Oberflächlichkeit von bloßer Einfachheit.
Beginnen wir mit der Banalität… #
1) Was „banal“ heißen kann #
„Banal“ meint im Alltag oft: schlicht, trivial, nichtssagend. Sprachgeschichtlich steckt im Wort jedoch auch ein anderer Ton: etwas, das zur gemeinsamen Nutzung bestimmt ist – etwas, das allen vertraut und allen zugänglich ist..2
Dieser zweite Aspekt ist für Schreiben entscheidend. Denn Verständigung gelingt nur, wenn ein Text auf Gemeinsamkeiten zurückgreift: auf geteilte Begriffe, Erfahrungen, Referenzen. Diese bilden den common ground, mittelalterlich: den Bannbezirk, ohne den kein Gespräch anschlussfähig wird.
Daraus folgt: Die Frage ist nicht, wie Banalität zu vermeiden wäre, sondern wie man sie produktiv einsetzt.
Dem Kritiker meines Textes war der persönlich abwertende Aspekt wichtig. Jemandem „Das ist banal, was du schreibst!“ entgegen zu schleudern, hat die Funktion einer Waffe: Sie soll den Gegner mindestens beschädigen. Das hat nichts zu tun mit der Qualität des Textes.
Interessanterweise bringt diese Waffenfunktion das dem mittelalterlichen Recht eigentümliche Moment der „Bannung“ zum Vorschein, in dem soziale Ausgrenzung und Verachtung, der Ausschluss von der Teilhabe an gemeinsamen Gütern mitschwingen. Noch nach Jahrhunderten des Gebrauchs und der Veränderung bleibt dem Begriff also diese Bedeutungsnuance als eine Art Oberton erhalten, der mitschwingt.
2) Positive Banalität: gemeinsamer Boden, der eine Pointe trägt #
Ein Text braucht infolgedessen gleichermaßen einen Boden, auf dem Leser stehen können und eine Abweichung, die diesen Boden in Bewegung bringt.
Positive Banalität bedeutet deshalb: Ich stelle bewusst eine gemeinsame Grundlage her, damit eine Pointe, eine Unterscheidung oder eine These überhaupt greifen kann. Die Kunst liegt in der Dosierung: genug Gemeinsames, um nicht zu verlieren – genug Eigenes, um nicht vorhersehbar zu bleiben.
Typische Fallgruben, in die man textlich geraten kann und die dann (sogar berechtigt) als „banal“ etikettiert werden können, sind etwa:
- narrative Vorhersehbarkeit,
- argumentative Vagheit,
- schlussfolgernde Übergeneralisierung.
All das im Übermaß schwächt die Textfunktion: Mangelt es an Spannung zwischen gemeinsamem Boden und präziser Abweichung, bleibt ein Text flach, und sei er auch in jedem einzelnen Satz wohlformuliert.
Banalität lässt sich demnach kommunikativ überhaupt nicht vermeiden! So etwa wie Das Wetter in Alltagskonversationen. Denn nur so kann kommunikativer Austausch anschlussfähig gestaltet werden. Es muss ein Faden ausgelegt werden, an dem nicht nur der Sprecher/Schreiber, sondern auch die Hörer/Leser sich festhalten, an den sie anknüpfen können.
Die Frage ist, wie ein Text geschrieben werden müsste, der dieses mittelalterliche zur gemeinsamen Nutzung bewusst und gestalterisch aufnähme, also in einem ursprünglich-positiven Sinne banal wäre? Um daran anknüpfend erst die Pointe zu zünden; eine originelle, gehaltvolle Volte zu drehen. Darin läge der Witz.
Ein Text, wenn er gelingen möchte, müsste also schon etwas riskieren, aber nicht zu viel! Er müsste wohldosiert etwas Neues ins Gespräch bringen, und sei es nur eine nicht alltägliche Farbe. Oder eine Gedankenwendung, die Verwunderung hervorruft. Etwas, das Widerspruch anregt. Was jedenfalls dem allzu Bekannten eine individuelle Note gibt. Was überrascht. Belebt.
Das müsste nichts Großartiges sein. Schon gar nicht etwas Aufgeblasenes. Sondern lediglich etwas, das die Beziehungen der miteinander Kommunizierenden in Schwingung versetzte, auf dass sie als Menschen (wieder) miteinander ins Gespräch kämen und ein Wort das andere gibt. Zum Beispiel könnte eine These eingeflochten werden, die herausfordernd, gegen den Strich gebürstet, aber überprüfbar („anschlussfähig“) wäre. Oder eine Wendung, die unerwartet ein Licht aufgehen lässt. Oder…
Und zwar auch und gerade hinsichtlich nicht so alltäglicher, sogar unangenehmerer Themen, wenn sie nur in irgendeiner Weise relevant wären und eigentlich besprochen gehörten.
Texte mit den typischen Anzeichen von Banalität – den oben gezeigten Fallgruben – müssen also nicht grundsätzlich fad schmecken und Überdruss erzeugen. Es bedarf lediglich der passenden Würze, die, beherzt hinzugefügt, dem Bekannten das Besondere verliehe.
Diese erfüllte ihre Funktion, wenn sie den Geschmackscharakter prägte, mindestens implizit eine Richtung vorgäbe, die auch anderen interessant genug erschiene, sie zu erkunden. Und zwar in einem gemeinsamen Unterfangen, das wir Gespräch nennen dürfen oder, begrifflich und argumentativ anspruchsvoller, Diskurs.
Anschlussfähigkeit wäre das Zauberwort.
3) Prüffragen: Ist ein Text berechtigterweise banal zu nennen? #
- Lässt sich die Hauptaussage als kurze, überprüfbare These formulieren?
- Worin bestünde ihre mögliche Widerlegung (welche Beobachtung, welches Gegenbeispiel spräche dagegen)?
- Trägt der Text etwas zur Sache bei (Unterscheidung, Begriffsklärung, Perspektive) – oder paraphrasiert er nur Bekanntes?
- Sind die zentralen Begriffe arbeitsdefiniert (funktional geklärt, nicht bloß assoziativ)?
- Wird ein konkreter Fall gezeigt, an dem Zustimmung oder Widerspruch greifbar wird?
Mini-Audit (Vorführung am eigenen Thema) #
These: In digitalen Öffentlichkeiten wird Widerspruch häufig durch Statussignale ersetzt; dadurch entsteht „Diskurssimulation“.
In dem kritisierten Text ging es um ein Phänomen, das ich mit „Diskurssimulation“ bezeichnete und das gegenwärtig überhand nähme. Die Grundthese war, dass alles Gerede bliebe, solange nicht Widerspruch und eventuell Widerlegung zugelassen oder sogar erstrebt würden. Produktive Verständigung gelänge erst, wenn alle Beteiligten auf der Sachebene diskutierten und einerseits argumentativ begründeten, andererseits die grundsätzliche Überprüfbarkeit ihrer Behauptungen zum Leitmotiv machten.
Insbesondere in den digitalen Öffentlichkeiten (Social Media, Kommentarbereiche von Online-Zeitschriften) wären diese Diskurssimulationen allzu häufig zu beobachten. Es hätte sich, argumentierte ich, eine Daumen-hoch/runter-Mentalität herausgebildet, die zur Gedankenlosigkeit verleitete oder diese unterstützte (oder aus ihr sogar entspränge), anstatt dass man sich auf mitunter komplexe und schwierige Themen einließe. Auch wiche die argumentativ-sachliche Auseinandersetzung tendenziell einem personalisierten Hin und Her, das schließlich Lagerbildung begünstigte. Argumente würden ersetzt durch Statussignale; Begründungen würden nach Möglichkeit vermieden; Null‑Risiko‑Behauptungen im Sinne der jeweiligen Gruppenzugehörigkeit überwögen.
Kurz, wir erlebten, so behauptete ich, eine öffentliche Auseinandersetzung, die eher Zugehörigkeiten und Status favorisierte anstatt die Suche nach „Wahrheit(en)“ zu befördern, sprich: mit aller Kraft angemessene und tragfähige Lösungen für all unsere ernsten gesellschaftlichen Probleme zu finden. Werte würden mehr präsentiert als gelebt.
All diese Überlegungen stellte ich zur Diskussion, kennzeichnete sie als Meinung und begründete sie, unter anderem mit einem Blick zurück in die Geschichte der letzten 100 Jahre.
Ich brachte die These im Gesamtessay in Zusammenhang sowohl mit der schon klassischen Beobachtung der „Banalität des Bösen“ (Hannah Arendt) als auch aktueller empirischer Forschung, die der gesellschaftlichen Polarisierung und ihren demokratiegefährdenden Auswirkungen nachspürt.3 Meine ausgedrückte Sorge: Ob die Daumen-hoch/runter-Gedankenlosigkeit unversehens zur spezifisch Arendtschen, d.h. der wahrhaft Furcht erregenden „Gedankenlosigkeit“ mutieren könnte. Ob also vermeintliche Gruppenzugehörigkeit und Ergebenheit gegenüber Autoritäten und vorgegebenen Abläufen – als Kern besagter „Banalität des Bösen“ – wieder zum bestimmenden Merkmal moralischen und politischen Handelns würde, mit allen historisch bekannten Folgen. Aus dem „banal“ im Alltagssinn (Trivialität/Vorhersehbarkeit/Gemeingut) würde sich (schon wieder) Arendts pflichtbeflissene Vollstreckung von Unrecht entwickeln.
Mögliche Widerlegung: Wenn sich zeigen ließe, dass in relevanten Diskussionsräumen begründete Einwände regelmäßig aufgegriffen, beantwortet und revidierbar gemacht werden, wäre die These zu stark.
Arbeitsbegriffe: „Diskurssimulation“ nenne ich Austausch, der wie Diskussion aussieht, aber die Bearbeitung von Einwänden vermeidet. „Statussignal“ nenne ich Zugehörigkeitsmarker (Überheblichkeit, Etikettierung, Loyalitätsbekundung), die an die Stelle von Begründungen treten.
Beispiel: In einem Kommentarverlauf wird auf einen Quellen-Einwand nicht mit Gegenargument oder Quelle reagiert, sondern mit Etikettierung („typisch …“), Abwertung („lächerlich“) und Autoritätsverweis („jeder weiß …“). Das wäre ein Fall, an dem die These überprüfbar wird.
All diese Überlegungen stellte ich im Rahmen eines Essays zur Diskussion, kennzeichnete sie als Meinung und begründete sie, unter anderem mit einem Blick zurück in die Geschichte der letzten 100 Jahre.4
… und kommen zur Oberflächlichkeit #
„Oberflächlich“ nenne ich Texte, die auf der Ebene von Schlagworten und Stimmungen verharren und den argumentativen Schlagabtausch, mithin Prüfbarkeit meiden. Ein oberflächlicher Text kann lebendig oder gefällig klingen, gut lesbar sein, doch ihm fehlen die Reibungspunkte: (a) definierte Schlüsselbegriffe, (b) nachvollziehbare Begründungsketten, (c) Falltiefe (konkrete Beispiele, die mehr sind als Dekor), (d) Gegenlagen oder Einwände, die ernsthaft erwogen werden, (e) klare Grenzen der eigenen Behauptung (Kontext, Bedingungen).
Wichtig ist, dass Einfachheit nicht per se Oberflächlichkeit bedeutet. Ein Text darf klar und kurz sein – wenn er nur präzise definiert, begründet und am Beispiel zeigt. Umgekehrt darf er sich auch länger auslassen, solange er das beachtet und nicht langweilt.
Prüffragen zur Oberflächlichkeit:
- Verfügen die zentralen Begriffe über eine Arbeitsdefinition (nicht nur Assoziationen)?
- Wird mindestens eine Begründungskette gezeigt (nicht nur Behauptungen oder Anmutungen)?
- Wird ein Beispiel ausgeführt, das die These trägt (nicht bloß illustriert)?
- Wird mindestens eine plausible Gegenlage benannt und eine Bedingung markiert, unter der die These nicht gilt?
- Ist sichtbar getrennt zwischen Ton/Eindruck und argumentativem Gehalt?
Kurzbeispiel (oberflächlich): „Die Debatte ist toxisch; wir müssen wieder zuhören.“ – ohne zu klären, was „toxisch“ meint, worin „Zuhören“ besteht, und wie sich das prüfen ließe.
Gegenbeispiel (nicht oberflächlich, trotz Kürze): „Eine Debatte wird toxisch, wenn Widerspruch durch Statussignale ersetzt wird. Indikatoren dafür sind: Etikettierung statt Begründung; Autoritätsverweis statt Quelle; Abwertung statt Gegenargument. Im Thread X finden sich alle drei.“
Anschlussfähigkeit als Argumentationsmaßstab (Harald Wohlrapp) #
Hilfreich finde ich Harald Wohlrapps Zugriff:5 Argumentation gilt nicht dann als „gelungen“, wenn möglichst viele zustimmen oder überzeugt sind, sondern wenn eine These vorgebrachte, begründete Einwände überarbeitet und ihrerseits Einwänden (temporär) standhält. Geltung entsteht als Einwandfreiheit, so ein zentraler Begriff bei Wohlrapp, in einem gegebenen Orientierungsrahmen; sie ist dynamisch und revisibel.
So wird nebenbei der alte Gegensatz „Überreden vs. Überzeugen“ gegenstandslos: die Bearbeitungskraft gegenüber Einwänden ist der eigentliche Maßstab. Das passt zu den oben skizzierten Kriterien (Prüfbarkeit, Widersprechbarkeit, Falltiefe) und operationalisiert Anschlussfähigkeit als Einladung zur begründeten Gegenrede.
Und was „oberflächlich“ ist, wird ganz praktisch und rasch erfassbar: Wo Einwände fehlen, ausgeblendet oder nicht ernsthaft beantwortet werden, wird Anschlussfähigkeit simuliert statt hergestellt.
Schluss #
Was folgt daraus für Schreiben, das nicht banal und nicht oberflächlich sein will?
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Nimm positive Banalität ernst: Schaffe gemeinsamen Boden, damit Leser andocken können.
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Vermeide Oberflächlichkeit: Kläre die zentralen Begriffe, lege Begründungsketten offen, zeige Falltiefe, markiere Gegenlagen. Vermeide verbalen Nebel.
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Riskiere ein Eigenes: Formuliere eine streitbare These, aber eine, die wahrheitsfähig ist und im Prinzip widerlegt werden kann.
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Halte mindestens einen Anschluss offen: Lade zum Widerspruch ein, und mache ihn möglich durch Präzision und Beispiele, aber auch gelegentlich Provokationen.
Wenn der Vorwurf „banal und oberflächlich“ kommt, lohnt ein kühler Selbsttest: Bestehe ich die obigen Prüfungen? Falls nein: nachschärfen. Falls ja: den Dissens begrüßen – und weiter reden.
Ein Austausch, der Widerspruch zulässt und prüfbar bleibt, ist kein Gerede. Er ist die Arbeit am gemeinsamen Verstehen.
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Vgl. https://thoes-koessel.de/mittel/diskurssimulation-in-vivo/ Dort führen Links zu weiteren Texten, in denen ich mich mit diesem Phänomen aus unterschiedlichen Blickwinkeln nähere. ↩︎
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Vgl. hierzu u.a. im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache: https://www.dwds.de/wb/banal , abgerufen am 18.01.2026. „Banal“ ist nicht zu reduzieren auf schlicht, leer, geistlos, nichtssagend, anspruchlos, belanglos, einfach, simpel, trivial. Das wären etwa die Adjektive, mit denen im Deutschen das ursprünglich aus dem Altfranzösischen stammende ban – Bann, Gerichtsbezirk; dann: zur gemeinsamen Nutzung bestimmt – oder die spätere banalité umschrieben werden können. ↩︎
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Ich wiederhole hier die Fußnote aus https://thoes-koessel.de/lang/dreisprung_annaeherung3/#diskurssimulationen-und-immergleiche-muster : Zur moralischen Selbstvergewisserung und zur identitären Bindung von Überzeugungen vgl. Linda J. Skitka: „Moral Conviction“, Advances in Experimental Social Psychology, Bd. 38, 2006, S. 1–51 (moralische Überzeugungen werden subjektiv als nicht verhandelbar erlebt und sind eng mit dem Selbstkonzept verknüpft); Jonathan Haidt: The Righteous Mind. Why Good People Are Divided by Politics and Religion, New York: Pantheon, 2012, insb. Kap. 1–3 (moralische Urteile entstehen primär intuitiv und werden nachträglich rationalisiert); Claude M. Steele: „Self-Affirmation Theory“, Advances in Experimental Social Psychology, Bd. 21, 1988, S. 261–302 (Abwehrreaktionen bei Bedrohung der Selbstintegrität); Roy F. Baumeister u. a.: „Ego Threat and Aggression“, Journal of Personality and Social Psychology 75/1 (1998), S. 219–229. Gemeinsam ist diesen Ansätzen die Beobachtung, dass Kritik an moralisch oder identitär gebundenen Positionen häufig nicht sachlich, sondern als personale Kränkung verarbeitet wird. ↩︎
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Vgl. meinen Text https://thoes-koessel.de/lang/dreisprung_annaeherung3/. ↩︎
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Harald Wohlrapp: Die Wahrheit der Argumentation. Tübingen: Mohr Siebeck, 2008 (2. Aufl. 2013). ↩︎